HERBSTZEIT – PILZZEIT: PILZSUPPE

Letztes Wochenende kamen wir aus unserem Italienurlaub zurück und was soll ich Euch sagen, kaum lässt man die italienische Grenze hinter sich beginnt es zu regnen und es wird kalt und kälter. Zu Hause angekommen mussten wir der Realität ins Auge blicken: es ist Herbst!

Für mich allerdings kein Grund zum Jammern. Ich liiiiiiiiiiiiiebe ja den Herbst. Meine absolute Lieblingsjahreszeit! Im Herbst kann ich so richtig auftanken. Ich liebe die Farbenvielfalt die der Herbst bietet, wenn sich das Laub der Bäume in unglaubliche Rot- und Orangetönen färbt. Dazu Astern, Dahlien, Chrysanthemen, Erika usw. die mit den wunderschönsten Rot-, Aubergine- oder Mauvetönen verzaubern. Ich denke sofort an Erntedank und somit an all die vielen Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kürbisse, Hagebutten, Trauben, Quitten, Beeren die uns der Herbst schenkt. Ebenso fallen mir sofort die vielen Gemüsesorten ein, die jetzt wieder Saison haben und die mich zu gut duftenden und wärmenden Suppen oder Eintöpfe verleiten: Kohl, Wirsing, Sellerie, Wurzelpetersilie, Pastinaken, Rosenkohl, Rote Beete, Zwiebeln, Lauch, Kartoffeln, Nüsse, Maroni, Pilze usw. Ich kann gar nicht alles aufzählen.

Herbst heißt für mich aus den Vollen schöpfen zu können.

Herbst bedeutet für mich meinen Garten und meine Wohnung herbstlich umzugestalten. Viele bunte Herbstblumen, Kürbisse, Hagebuttenzweige oder Kastanien um mich herum zu haben und deren Pracht zu genießen.

Herbst heißt für mich Einkochen, Dörren, Marmeladen zu kochen um den Reichtum und die Vielfalt des Herbstes für den Winter zu konservieren.

Herbst bedeutet für mich die letzten Sonnenstrahlen aufzutanken und meinen Speicher aufzufüllen. An warmen Herbsttagen im Garten die letzte Kraft der sich aufbäumenden Sonne auf meiner Haut zu spüren und dabei melancholisch werden zu dürfen.

Herbst ist für mich einen langen Spaßziergang in der Natur zu machen. Sich danach zu Hause auf dem Sofa unter der Kuscheldecke bei einem schönen warmen Tee oder Kakao wieder aufzuwärmen.

Herbst heißt auch Regen und Wind. Die Natur spüren und ihre Kräfte aushalten können.

Herbst heißt sich noch einmal an der Fülle dieser Jahreszeit zu erlaben bevor uns die Tristesse, die Leere und Kälte des Winters einholen.

 

Genießt also den Herbst und macht es wie Frederik, die Maus von Leo Lionni und sammelt so viele Sonnenstrahlen wie Ihr nur könnt, Ihr werdet sie im Winter brauchen…

 

…und nun zu meiner wärmenden herbstlichen Pilzsuppe.

 

Zutaten (für 4 Personen)

500 g braune Champignons

250 g Austernpilze

1 Zwiebel

etwas Olivenöl

1 Knoblauchzehe

1 Glas Geflügelfond

(diesmal a. d. Glas, Vorrat an selbstgekochtem Fond war leider gerade alle)

1 Becher Sahne

Pilzgewürz

Salz und Pfeffer

Muskatnuss

frische glatte Petersilie

 

Zubereitung

 

Die Champignons mit der Pilzbürste abbürsten und reinigen und in nicht ganz so dünne Scheiben schneiden. Die Austernpilze reinigen. Deren harten Stielansätze entfernen und sie dann in Stücke zupfen. Austernpilze oder auch Austernseitlinge genannt werden gezupft und nicht geschnitten.

Die braunen Champignons in einer sehr heißen Pfanne ohne Öl anbraten. So habe ich das von Alexander Hermann (lange Zeit mein Lieblingskoch) kennen gelernt. Die Pilze verlieren während des Bratens sehr viel Wasser, sie „schrumpfen“ dabei und behalten dadurch gleichzeitig ihr gesamtes gebündeltes Aroma. Champignons aus der Pfanne nehmen und bei Seite stellen.

 

 

 

Nun die Austernpilze mit Öl in einer Pfanne anbraten. Diese verhalten sich beim Braten wie Hühnerbruststreifen, haben sogar eine gewisse optische Ähnlichkeit. Sind meiner Meinung nach auch ein sehr guter Fleischersatz. Sobald sie etwas Farbe haben sind sie fertig.

 

 

 

 

 

 

Links: Austernpilze

Rechts: braune Champignons

 

 

 

Nun in einem Topf die sehr fein gewürfelte Zwiebel mit etwas Salz in Olivenöl goldgelb anbraten. Die ebenso fein geschnittene Knoblauchzehe dazugeben. Und ziemlich bald mit dem Geflügelfond ablöschen. Dann mit ca. 1 Liter Wasser auffüllen und etwas kochen lassen, damit die Zwiebel und der Knoblauch schön weich werden.

 

Nun wird das Ganze gewürzt. Ich verwende dazu mein absolutes Lieblingsgewürz für Pilzgerichte. Es heißt „Trüffelglück“ und ist wie viele meiner Gewürzmischungen von Herbaria. Ich liiiiiiiiiiebe es. Besonders zu empfehlen auch für Pilzrisotto oder auch für Kalbsgeschnetzeltes mit Champignons. Ich kann Euch nur ans Herz legen es mal zu probieren. Ihr werdet bestimmt nicht enttäuscht sein. Und nein, ich mache keine Werbung und bekomme auch kein Geld dafür…

 

Schmeckt die Suppe ab mit ca. 2 TL „Trüffelglück“, Salz und Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss. Gerade das „Trüffelglück“ müsst Ihr nach Eurem eigenem Gusto dosieren. Da ist es schwierig genau Angaben zu machen. Tastet Euch langsam heran um nichts zu überwürzen.

Nun bindet Ihr die Suppe leicht ab. Dazu verrührt Ihr ca. 2-3 EL Speisestärke (Kartoffel- oder Maisstärke ist egal) in einer kleinen Schüssel mit etwas kaltem Wasser, so dass die Mischung schön flüssig ist, aber bitte auch nicht zu viel Wasser nehmen. Dies gibt Ihr nun zu Eurer leicht kochenden Suppe und rührt es mit dem Schneebesen gut ein, so dass es keine Klümpchen gibt. Achtet bitte darauf, keinen Brei zu kochen aber auch keine zu dünne Suppe zu haben.

Nun geht Ihr mit dem Pürierstab an die Suppe. Dadurch zerkleinert ihr die Zwiebel- und Knoblauchwürfel und Eure Suppe wird sämiger.

Jetzt gibt Ihr die Sahne dazu und schäumt Eure Suppe noch einmal kräftig mit dem Pürierstab auf. Jetzt ist auch die letzte Möglichkeit Eure Suppe noch einmal abzuschmecken.

Gebt nun die fein geschnittene Petersilie darunter sowie die Pilze. Und fertig ist Eure Pilzsuppe! Lasst sie Euch schmecken!

 

 

 

 

 

EURE ROSI

 

 

 

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