GEMÜSEBRÜHE AUF VORRAT

 

Hallo meine Lieben,

heute erwartet Euch kein Rezept im eigentlichen Sinne, sondern ein Tipp um auf ganz einfache Art und Weise Gemüsebrühe herzustellen. Viele nutzen ja doch hin und wieder Instantbrühe. Ok, ab und zu, tue ich das auch. Lege dann aber zumindest großen Wert darauf, dass ich auf ein Bio-Produkt zurückgreife. Eigentlich habe ich aber immer meine selbstgemachte Gemüsepaste im Kühlschrank, die ich mir immer regelmäßig im Thermomix zubereite, so dass mein Vorrat eigentlich nie ausgeht. Das Rezept dazu werde ich Euch demnächst mal hier vorstellen.

Vor einiger Zeit las ich im Internet von der Idee, seine Gemüsebrühe selbst herzustellen. Jedoch nicht aus Gemüse im Ganzen, sondern aus den „Gemüseabfällen“. Sprich, alles das was man vom Gemüse normalerweise entsorgt wenn man es zum Kochen zubereitet. Das können sein:

  • Karottenschalen und -abschnitte
  • Wurzelpetersilienschalen und -abschnitte
  • Pastinakenschalen und -abschnitte
  • Das Grüne vom Lauch
  • Zwiebelschalen (f. d. Farbe) und den Wurzelansatz
  • Ingwerschalen und -abschnnitte
  • Zucchiniabschnitte
  • Paprikaabschnitte oder auch nicht mehr ganz so knackige Paprika
  • Stiele von Pilzen
  • Schalen vom Staudensellerie/Knollensellerie und Abschnitte
  • Abschnitte vom Stangensellerie/Bleichsellerie
  • Stiele der Petersilienblätter
  • Abschnitte der Frühlingszwiebel
  • Nicht mehr ganz so knackige Tomaten (wenn man die Säure mag)
  • Und noch Einiges mehr…

Im Prinzip könnt Ihr wirklich alles dafür nutzen was so an „Abfällen“ in der Küche anfällt. Wer mag kann natürlich auch kohlartige Gemüsesorten dazugeben, wie z.B. Kohlrabi, Weißkohl, Wirsing, Chinakohl, Brokkoli, etc. Ich selbst mag es nicht so gerne, weil ich finde, dass die Gemüsebrühe dann ziemlich „kohlig“ schmeckt. Macht Euch das nichts aus, dann nichts wie rein damit!

Wichtig ist natürlich, dass Ihr darauf achtet, dass es hygienisch einwandfrei ist. Also sprich von Schmutz befreit und von nicht mehr ganz so frischen Stellen. Das ist mir super wichtig!!! Da bin ich auch von Haus aus äußerst pingelig. Wer mich näher kennt, weiß das 😉…

So und nun kommt der Trick an der Sache. Nachdem man ja nicht gleichzeitig so viele Gemüsereste hat, muss man eben sammeln. Und das tut Ihr am besten in einem grooooßen Zipperbeutel in der Gefriertruhe (mehrere kleine Beutel sind natürlich auch ok). D.h. also, jedesmal wenn Ihr oben beschriebene Reste habt – Zipperbeutel auf – Reste hinein – Zipperbeutel wieder zu. Das geht fix und macht keine Mühe!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Euer Beutel ausreichend gefüllt ist (ich mache das immer nach Gefühl und wenn es mein Zeitplan zulässt 😉) gebt Ihr alle Gemüsereste in einen großen Topf und füllt diesen mit Wasser auf, so dass das Gemüse gut bedeckt ist. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr nun auch 1-2 Lorbeerblätter und einige Pfefferkörner dazugeben. Kein Salz bitte. Zur weiteren Verarbeitung ist es besser, wenn die Gemüsebrühe ungesalzen bleibt. So versalzt Ihr Euch nicht aus Versehen ein Essen.

Das Ganze lasst Ihr nun einige Stunden langsam vor sich hin sieden. Es darf also nicht kochen. Wer einen Slowcooker hat kann gerne diesen dafür benutzen. Ich habe meine letzte Gemüsebrühe im Multicooker mit der Slowcookerfunktion über Nacht zubereitet. Am Abend für 5 Stunden eingestellt, am nächsten Morgen war alles fix und fertig. Ist die Gemüsebrühe fertig, seiht Ihr sie ab. D.h. Ihr gebt Sie in ein feines Sieb und lasst das Gemüse abtropfen bis nichts mehr herauskommt. Bitte drückt das Gemüse nicht aus, sonst enthält Eure Gemüsebrühe zu viele Schwebstoffe und wird ganz trüb. Ich mag die Gemüsebrühe ganz klar, so dass ich sie zum Schluss sogar noch durch einen Teefilter aus Papier gebe.

Am Schluss erhält Ihr eine goldgelbe klare Gemüsebrühe, ja eigentlich schon fast einen Fond. Das hängt davon ab, wieviel Wasser Ihr benutzt und wie lange die Brühe kochen darf. Kocht Ihr das Ganze mit wenig Wasser, dann habt Ihr eine sehr intensive, komprimierte Gemüsebrühe, also eher schon einen Fond. Aber das könnt Ihr wie gesagt, selbst steuern. Ausprobieren heißt hier die Devise…

Die Gemüsebrühe könnt Ihr nun portioniert einfrieren oder auch Einkochen. Meine letzte Gemüsebrühe habe ich in Gläsern eingekocht. So habt Ihr immer eine schöne Grundlage für Saucen oder Suppen. Ich verwende sie z.B. gerne als Grundlage für eine schnelle Griesklößchensuppe. Diese wird von meinen beiden Männern oft Sonntagabend gewünscht 😉.

Ich kann Euch diese Art der „Resteverwertung“ nur empfehlen. Kocht Ihr regelmäßig, so werdet Ihr staunen, wie schnell so ein Beutel voll ist und Ihr wieder eine neue Gemüsebrühe ansetzen könnt.

 

An erster Stelle jedoch, hoffe ich Euch davon überzeugen zu können, in Zukunft die „wertvollen“ Reste aus Eurer Küche nicht mehr gedankenlos wegzuwerfen, sondern Euer Gemüse in Zukunft mit „Haut & Haar“ zu verwerten. Das ist mir, mittlerweile sehr wichtig geworden – nicht nur bei Gemüse, sondern auch bei dem Verarbeiten und Verwerten von Tieren. Das wohl bedachte Verwerten von wertvollen Ressourcen ist meiner Meinung nach heutzutage besonders wichtig geworden und macht auch gerade vor unserer Küchentür nicht halt. Ich bitte Euch, denkt mal darüber nach!!! Und bitte, verwendet wenn es Euch möglich ist, in erster Linie regionales und saisonales Gemüse und dann erst Gemüse aus biologischer Herstellung. Wir haben so tolles Gemüse direkt vor unserer Haustüre, wir müssen nur die Augen etwas offenhalten und auch bereit sein danach zu suchen. Kauft lieber saisonales Gemüse aus Eurer Region als biologisches Gemüse, dass erst per Flugzeug zu uns gebracht werden muss. Das ist mittlerweile jedem möglich!

 

So nun bin ich gespannt wer von Euch die Gemüsebrühe ausprobiert. Probiert es aus und schreibt mir dann, ich freue mich auf Eure Erfahrungen!

 

Servus,

Eure Rosi

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